Am Freitag, den 29. September, ging es los zur mittlerweile sechsten Gemütlichen TIR Wanderung. So trafen sich Börkl, Lego, Michel, Weize und Oger gegen halb zehn am Bahnhof in Hockenheim. Wie schon im letzten Jahr hatten wir den Schwarzwald als Ziel unserer Wanderung gewählt. Von Gengenbach aus wollten wir in weiten Teilen dem Querweg Gengenbach Alpirsbach folgend den Schwarzwald durchqueren.

Mit dem Zug ging es dann erstmal bis nach Karlsruhe. Die Wartezeit auf den Anschlusszug nach Offenburg wurde von Weize und Oger genutzt, um die anderen in die Operation Birgit einzuweihen.  Börkl, Lego und Michel konnten die Lösungen zu den gestellten Aufgaben - teilweise unter Zuhilfenahme von elektronischen Hilfsmitteln - schnell herausfinden und die Koordinaten von zwei Punkten ermitteln. Doch dazu später mehr. 

Die weitere Zugfahrt gestaltete sich problemlos, so dass wir kurz nach 12 Uhr wie geplant unsere Tour in Gengenbach starten konnten. Den bebauten Bereich von Gengenbach haben wir nach kurzer Zeit hinter uns gelassen und machten uns in den Anstieg zum Mooskopf. Die nächsten Kilometer waren von der Wegbeschaffenheit und Umgebung sehr abwechslungsreich. Eine Konstante war aber immer gegeben: es ging bergauf.

Nach circa 700 hm oben angekommen konnten wir dann bei schönstem Spätsommerwetter den Ausblick ins Kinzigtal und in die Rheinebene genießen.

Der Weg führte uns weiter zur Hilseckhütte in deren Umgebung sich der erste Punkt der Operation Birgit befand. Wir nutzten die sehr schönen Außenanlagen der Hütte erstmal für eine kurze Pause bevor sich die Gruppe auf die Suche begab. Mit Hilfe von GPS und einigen Hinweisen war die Stelle schnell ausgemacht und eine Partydose Rothaus Pils konnte aus dem Versteck im Wald geborgen werden. Diese hatten Weize und Oger eine Woche zuvor bei einer geheimen Vortour dort versteckt. Bis zu unserem Tagesziel, der Hütte am Schäfersfeld-Pass lagen noch ein paar Kilometer vor uns. Wir erreichten unser Ziel beim Hereinbrechen der Dämmerung. Die Anstrengungen des ersten Tages standen allen ins Gesicht geschrieben aber nach einem Verschnaufen und Wiederauffüllen der Energievorräte konnte der gemütliche Teil des Abends beginnen. 

Nachdem die Tür- und Fensteröffnungen abgehängt waren um uns vor der nächtlichen Kälte zu schützen wurde die uns umgebende Flora und Fauna noch mit wohlklingendem (ähäm) Gesang beglückt, bevor dann alle müde und glücklich in ihrem Schlafsack verschwunden sind.

Am folgenden Morgen war ein Teil der Gruppe kaum zum Aufstehen zu bewegen. Der Duft von frischem Kaffee und der Ruf der Meute nach Nutella streichzart hat dann aber doch alle aus dem Schlafsack getrieben. 

Nach dem Frühstück waren alle gestärkt, um den Tag anzugehen. Zuerst mussten aber alle Sachen wieder in den Rucksäcken verstaut und das obligatorische Hütten-Gruppen-Foto erstellt werden, bevor wir uns auf die zweite Etappe unserer Wanderung machen konnten.

Wenige Kilometer nach dem Start erreichten wir den Löcherbergwasen und nutzten das dortige Kiosk für eine kurze Kaffee- und Aufwärmpause. Von dort ging es dann wieder dem Querweg folgend weiter Richtung Osten. Nach der Kreuzung mit dem Westweg und der Mooshütte standen wir kurze Zeit später vor einem Absperrband. Unser geplanter Weg war wegen Forstarbeiten gesperrt und so mussten wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

 

Nichts desto trotz haben wir kurze Zeit später die Vesperstube Schmalzerhisli erreicht. Bei Gerstensaft, Gemüsesuppe und Bratwürsten konnten wir uns für den letzten Teil unserer Tagesetappe stärken. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle auch noch beim Hüttenwirt für den netten Austausch und die Möglichkeit unseren Müll zu entsorgen und unsere Wasservorräte aufzufüllen. Dazu hatten wir nämlich im bisherigen Verlauf der Tour noch kein Möglichkeit gefunden.

Nach einer Runde Zibärtle machten wir uns wieder auf Weg, da wir ja wussten, was uns noch bevorstand. Dank des Zibärtle Zaubertranks liefen die nächsten Kilometer auf dem Abstieg nach Schapbach unbekümmert und unbeschwert. Alle bisherigen Wehwehchen waren auf einen Schlag vergessen.

Am Ochsen in Schapbach angekommen ging es dann darum das V im Höhenprofil zu vervollständigen. D.h. die knapp 350 hm Abstieg standen nun auf der anderen Seite des Tals als Aufstieg auf dem Programm. Schön zu sehen am Ende des Höhenprofils des zweiten Tages (grün).

Über den Wanderhannes führte uns der Weg bis zur Emilshütte, unserem Tagesziel in dessen Nähe sich auch der zweite Punkt der Operation Birgit befand. Auch dieses Objekt war schnell gefunden.

Die Emilshütte ist gut zum Übernachten geeignet, da Türen und Fenster komplett geschlossen werden können. Ponchos und Tarp konnten also diesmal im Rucksack bleiben.

Nach einem abendlichen Vesper verzogen wir uns aufgrund der heraufziehenden Kälte in die Hütte zurück. Auch hier ließen wir es uns nicht nehmen den Abend mit Gesang abzuschließen. Am Ende des Tages waren alle froh in den wärmenden Schlafsack zu kriechen.

Am Sonntagmorgen ergab sich wieder ein ähnliches Bild wie am Tag zuvor. Der ein oder andere tat sich beim Aufstehen etwas schwerer aber letztendlich standen alle abmarschbereit vor der Hütte.

Bevor es aber losgehen konnte musste aber erst noch eine Einstellung für das Intro des Films gedreht werden. Unser Regisseur ließ dazu alle verfügbaren Kameras und Handys - und das waren immerhin sieben Stück - in einem Halbkreis vorm Hütteneingang anordnen. So sollte die gleiche Szene - ein Sprung jedes Teilnehmers aus der Hütte - parallel aus mehreren Perspektiven aufgezeichnet werden. Wir sind alle auf das Ergebnis gespannt.

Von der Emilshütte ging es dann stetig bergab vorbei am Kloster Wittichen bis nach Schenkenzell, dem Zielpunkt unserer diesjährigen Tour.

Bei Hirschgulasch und Badener Dreierlei ließen wir die Tour ausklingen bevor wir mit dem Zug die Heimreise von Schenkenzell über Hausach und Karlsruhe nach Hockenheim angetreten sind. Eine Runde Zaubertrank durfte natürlich auch nicht fehlen.