Pfadfinder Don Bosco: Herbstfest im katholischen Pfarrheim / Dienstleistungsversteigerung machte Spaß

Familiäre Atmosphäre erfreut die Gäste

Ketsch. Wie man es schafft, innerhalb weniger Stunden viele Menschen zugleich glücklich zu machen? Dieses Lehrstück präsentierten jetzt die Pfadfinder Don Bosco. Ihr kleines, aber feines Herbstfest am vergangenen Sonntag hatte viele strahlende Gesichter zur Folge.

Da waren zunächst einmal jene Besucherinnen und Besucher, die gleich nach dem sonntäglichen Gottesdienst der Einladung gefolgt waren, im katholischen Pfarrheim ein Mittagessen einzunehmen oder ein Stück selbstgebackenen Kuchen als Dessert zu kosten. Bei leckeren Frikadellen, Kartoffelsalat und einer fast unendlichen Auswahl an Gebäck ließ es sich jedoch nur eine kleine Zahl von Gästen gut gehen.

"Schade", bedauerte Janika Ochs, die gemeinsam mit Mathias Peter den Vorstand der Ketscher Pfadfinder bildet. Sie hätten sich eine größere Resonanz auf ihre Einladung gewünscht, ist doch bekannt, dass die Herbstfeste der Pfadfinder immer besonders viel Spaß machen und von ihrer familiären Atmosphäre profitieren.

Doch es wären nicht die Pfadfinder, trügen sie nicht selbst die Lebensfreude in sich. So verbrachten sie schöne Stunden, genossen das Mittagessen und freuten sich, auf diese Weise auch noch eine weitere Gruppe glücklich machen zu können: "Die Speisen, die übrig bleiben, gehen direkt an den Trägerverein ,Die Brücke' in Schwetzingen", erklärte Janika Ochs. Auf diese Weise konnten auch die Wohn- und Obdachlosen in Schwetzingen von der Koch- und Backleidenschaft der Pfadfinder profitieren. Überdies durften auch die glücklichen Gesichter jener registriert werden, welche das dritte Herbstfest von Don Bosco nutzten, um bei der "Dienstleistungsversteigerung" Nützliches für Heim und Hof zu finden.

Buntes Unterhaltungsprogramm

Gleich drei junge, starke Männer wurden so für einen Einsatz am Farbeimer gebucht, Rasenmähen und Nachhilfestunden standen ebenfalls in der Gunst der Bietenden. Besonders großen Zuspruch fand in jedem Falle das Angebot eines Rovers, eine selbstgebackene Schwarzwälder Kirschtorte zu liefern. Amüsant moderiert, mit der Toilettenbürste den Zuschlag verteilt und damit zu einem bunten Nachmittag beigetragen - so genossen die Pfadfinder schließlich auch ihre eigenen Beiträge, deren Inhalt der Jahresverlauf war. Mit einem selbstverfassten Frühlingsgedicht beeindruckten die Wölflinge, einen Sommerkrimi lieferten die Pfadfinder, zum herbstlichen Schattenspiel luden die Jungpfadfinder ein und schließlich hatten sich die Rover - also die über 16-jährigen Pfadfinder - zu einem Herrenballett formiert, um der "Eiskönigin" eine tapfere Männerschar entgegensetzen zu können und sie so für immer von der Ketscher Bühne zu vertreiben.

Schwetzinger Zeitung
05. November 2008

http://www.morgenweb.de/region/schwetzingen/region_schwetzingen/20081105_srv0000003366519.html

mnnerballettherbstfest2008